Trauzeugen bei der standesamtlichen Trauung
In der heutigen Zeit sind Trauzeugen für die standesamtliche Trauung vom Gesetzgeber nicht mehr zwingend vorgeschrieben. Das Brautpaar kann sich natürlich trotzdem dazu entscheiden ein oder zwei Trauzeugen, die die standesamtliche Trauung bezeugen sollen, zu benennen. Sollten sich Braut und Bräutigam allerdings dazu entscheiden, müssen die jeweiligen Trauzeugen auch bei der standesamtlichen Trauung dem Standesbeamten einen gültigen Personalausweis vorlegen.
Dart als Spiel bei der Hochzeitsfeier
Für diese Spiel benötigt man Dartpfeile, selbstklebende Zettel (oder Zettel und Kleber) und eine Pinwand.
Alle Hochzeitsgäste können bei oder vor der Hochzeitsfeier dem Brautpaar eine Nachricht auf einem Zettel überlassen. Die Hochzeitsgäste können Braut und Bräutigam so zum Beispiel einen Gutschein oder die verschiedensten Einladungen zukommen lassen. Die Zettel mit den Geschenken der Hochzeitsgäste werden dann bei der Hochzeit auf eine Pinwand aufgeklebt. Das Hochzeitspaar darf anschließend mit den Dartpfeilen auf die Pinnwand mit den Hochzeitsgeschenken werfen. Zuerst darf die Braut einige male und daraufhin der Bräutigam einige male mit den Dartpfeilen auf die Zettel zielen. Die Anzahl der Würfe richtet sich dabei nach der Anzahl der Zettel, die es für die Eheleute zu erbeuten geben soll.
Als Variante kann dieses Hochzeitsspiel auch noch so gestaltet werden, dass die Treffer der Braut als Einladung von den Gästen an das Brautpaar verstanden werden und die Treffer vom Bräutigam als Einladung vom Brautpaar an die jeweiligen Gäste gelten.
Rechtliche Fragen vor der Eheschließung
Ein verlobtes Paar sollte sich vor der Eheschließung unbedingt auch über die rechtlichen Folgen informieren, damit die notwendigen Formalitäten rechtzeitig und vollständig vor der Hochzeit erledigt werden können. Auf www.Hochzeitennet.de finden sich ausführliche Informationen über die verschiedenen Aspekte einer Hochzeit. Es finden sich zum Beispiel Infos zu der Anmeldung beim Standesamt, dem Ehefähgkeitszeugnis für Ausländer und es wird auch die Frage beantwortet wer in Deutschland wen heiraten darf.
In der Regel geben auch das Finanzamt und der Standesbeamte dem zukünftigen Brautpaar gerne Auskunft zu rechtlichen Fragen bezüglich einer Hochzeit.
Das Brautkleid für den Hochzeitstag
Es gibt in der heutigen Zeit eine Vielzahl an Brautkleidern, so dass die Bräute vor einer enorm großen Auswahl stehen. Die Stilrichtungen der Brautkleider reichen von einfachen Schnitten bis zu extrem aufwendigen Hochzeitskleidern. Aus diesem Grund sind natürlich auch die Preisunterschiede für die unterschiedlichen Kleider sehr groß.
Im Gegensatz zu früher heiraten Frauen nicht mehr zwangsläufig in weiß. Neben weißen Kleidern entscheiden sich viele Bräute auch für Kleider in unterschiedlichen Farben, wie beispielsweise Rot oder Blau.
Für schwangere Bräute gibt es natürlich besondere Umstandskleider, die den speziellen Bedürfnissen einer schwangeren Ehefrau gerecht werden.
Zum Brautkleid gehören selbstverständlich die passenden Accessoires, wobei die meisten Ehefrauen immer noch den traditionellen Schleier favorisieren. Manche Bräute tragen allerdings auch geeigneten Haarschmuck als Alternative.
Zu einem ärmellosen Brautkleid sehen zum Beispiel lange Handschuhe oder Armstulpen in den passenden Farben sehr elegant aus.
Vor dem Kauf des Hochzeitskleid muss die Braut natürliche das Kleid anprobieren. Ein zu langes Kleid kann man kürzen, ein zu kurzes Brautkleid ist in den meisten Fällen unbrauchbar. Die Braut sollte unbedingt damit rechnen, dass das Kleid noch von einer Schneiderin, rechtzeitig vor der Hochzeit, geändert werden muss. Wenn ein Brautkleid in einem Geschäft für Brautmode erworben wird, sind die Kosten für Änderungen des Brautkleids zumeist im Preis enthalten.
Die Anmeldung der Hochzeit beim Standesamt
In früheren Zeiten musste einige Zeit vor der standesamtlichen Trauung von den Verlobten ein so genanntes Aufgebot bestellt werden. In der heutigen Zeit reicht eine rechtzeitige Anmeldung beim Standesamt, bei der allerdings die benötigten Dokumente von dem zukünftigen Brautpaar mitgeführt werden müssen.
Die standesamtliche Trauung besiegelt in Deutschland die Zivilehe und die Anmeldung dafür, kann frühestens ein halbes Jahr vor der geplanten Hochzeit erfolgen. Wenn die Verlobten an einem bestimmten Termin heiraten möchten, sollten sie diesen Termin möglichst frühzeitig beim zuständigen Standesamt reservieren.
Die Bräuche Polterabend, Hochzeitsnacht und Morgengabe
Der Polterabend vor der Trauung, ist ein althergebrachter Hochzeitsbrauch. Die Scherben, die beim Polterabend durch das zerschlagen von Geschirr entstehen, sollen dem Brautpaar in der Ehe Glück bringen.
Streiche in der Hochzeitsnacht
Bei diesem Brauch werden Braut und Bräutigam, während diese bei der Hochzeitsfeier sind, Streiche in der Wohnung gespielt. Die betreffenden Hochzeitsgäste benötigen für dieses Vorhaben oftmals eine geeignete Ausrede, um den Feierlichkeiten fern bleiben zu können, beispielsweise einen vergessenen Koffer. In der Wohnung des Brautpaars angekommen können die gewitzten Hochzeitsgäste z.B. Möbel umstellen, Regale ausräumen oder die Toilette zukleben.
Morgengabe
Einige frisch vermählte Ehepaare schenken sich am Morgen der Hochzeit ein ganz persönliches Geschenk. Dieses Geschenk nach der Hochzeitsnacht ist die Morgengabe. Die Morgengabe soll Braut und Bräutigam Glück bringen und wird in der Regel unter den Kopfkissen versteckt.
Hochzeitsgeschenke an fliegenden Ballons
Für diese Hochzeitsspiel bzw. dieses Hochzeitsgeschenk benötigt man vorbereitete Karten, die mit der Adresse des Brautpaars versehen worden sind, Ballone und eine Gasflasche mit Ballongas.
Alle Hochzeitsgäste schreiben vor der Hochzeit auf die vorbereiteten Postkarten, die an die Eheleute adressiert sind, verschiedene Gutscheine und Einladungen. Die Karten für Braut und Bräutigam werden an Ballons befestigt, die mit Gas gefüllt worden sind. Dieses Hochzeitsspiel eignet sich sehr gut um vor der Kirche, dem Standesamt oder im Garten durchgeführt zu werden. Die Ballons werden von den Hochzeitgästen fliegen gelassen und die Karten, die später wirklich „per Luftpost“ beim frisch vermählten Ehepaar ankommen, können von Braut und Bräutigam bei den Gästen der vorangegangenen Hochzeit eingelöst werden.
Hinweis
Die Luftballons für diese Hochzeitsspiel dürfen nur mit geeignetem Ballongas gefüllt werden und mehr als 100 Ballons auf einmal in den Himmel steigen zu lassen ist in Deutschland genehmigungspflichtig.
Die verschiedenen Konfessionen und die Hochzeit
Katholische Trauung
Bei der katholischen Kirche und der evangelischen Kirche gibt es Unterschiede bezüglich der für die Hochzeit benötigten Unterlagen. Um das Aufgebot bei einer katholischen Kirche zu bestellen, benötigt das verlobte Paar eine Aufgebotsbescheinigung des Standesamtes oder eine Heiratsurkunde. Darüber hinaus müssen Braut und Bräutigam eine Taufbescheinigung, eine Firmurkunde und einen Personalausweis beim Pfarrer vorzeigen. Wenn das Brautpaar nicht in der Gemeinde des Wohnorts, sondern in einer anderen Gemeinde die kirchliche Trauung vollziehen wollen, wird in vielen Fällen noch eine Genehmigung der Gemeinde am Wohnort der Eheleute verlangt. Für die kirchliche Trauung in einer katholischen Kirche werden nach Abschluss der Formalitäten nur die Eheringe, eine Brautkerze und zwei Trauzeugen benötigt.
Evangelische Trauung
Entschließen sich Braut und Bräutigam dazu, in einer evangelischen Kirche zu heiraten, benötigen sie für die Anmeldung der Hochzeit die gleichen Unterlagen wie für die Anmeldung der Hochzeit in einer katholischen Kirche, mit einer Ausnahme. Anstatt der Firmurkunde müssen Braut und Bräutigam eine Konfirmationsbescheinigung zur Anmeldung beim Pfarrer mitführen. Bei dem Termin mit dem Pfarrer wird in einem Traugespräch der genaue Ablauf der Trauung in der Kirche erörtert. Darüber hinaus werden die Eheleute auf die Rechte und Pflichten hingewiesen.
Ökumenische Trauung
Oftmals gehören die Ehepartner allerdings auch unterschiedlichen Konfessionen an. In diesem Fall können sich Braut und Bräutigam für eine ökumenische Trauung entscheiden. Bei einer ökumenischen Trauung ist ein evangelischer Priester und auch ein katholischer Priester anwesend. Eine ökumenische Hochzeit kann natürlich nur gefeiert werden, wenn sich Priester finden, die dazu bereit sind.
Vor der Trauung im Standesamt
Für die Anmeldung zur standesam
tlichen Trauung werden von den angehenden Eheleuten einige Unterlagen und Dokumente benötigt, die beim Standesamt vorgezeigt werden müssen. Für die Anmeldung der Ehe benötigen die Verlobten einen gültigen Personalausweis oder Reisepass und des Weiteren muss auch noch eine beglaubigte Abschrift des Familienbuchs oder eine Abstammungsurkunde beziehungsweise Geburtsurkunde beim Standesamt vorgelegt werden. Geschiedene Personen, die bereits eine Ehe hinter sich haben, brauchen darüber hinaus eine Kopie der Scheidungsurkunde für die Anmeldung der standesamtlichen Trauung. Verwitwete Menschen müssen eine Sterbeurkunde, einen Totenschein oder eine beglaubigte Kopie des Familienbuchs beim Standesbeamten vorlegen. Eine Aufenthaltsbescheinigung des Hauptwohnsitzes der Verlobten wird ebenfalls vom Standesamt verlangt. Personen, die nicht die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen müssen einen Nachweis der Staatsangehörigkeit und ein so genanntes Ehefähigkeitszeugnis beim Standesamt abliefern. Sollte es zudem ein oder mehrere voreheliche Kinder oder minderjährige Kinder aus einer früheren Partnerschaft geben, müssen die entsprechenden Geburtsurkunden und ggf. auch ein Sorgerechtsbescheid und eine Vaterschaftsurkunde bei der Anmeldung der standesamtlichen Trauung vorgelegt werden.